2004 wechselte ich als ausgebildeter Versicherungskaufmann zur Allianz-Versicherung.
Als erstes mußte ich zu meinem Erstaunen in die gleiche Ausbildung wie meine "ungelernten" Kollegen", das hieß zu meiner Zeit rund 11 Wochen Hotelaufenthalt und nur am Wochenende zu Hause- allerdings auch auf Kosten der Gesellschaft. Gleich in der ersten Woche bekamen wir auch unsere Notebooks, deren Wartung bei den Angestellten natürlich auch auf Allianzkosten geschieht.
Wir waren auf dem ersten Grundlehrgang vier Wochen, dann eine Woche schnuppern in der zukünftigen Arbeitsstelle (bei mir eine Agentur, in der ich als angestellter Kundenbetreuer eingesetzt werden sollte.)
Danach ging es wieder für drei Wochen auf Lehrgang und weitere vier Wochen ins sogenannte Ausbildungsinspektorat. Ziel dieses Inspektorates war, das erste mal Aussendienstluft zu schnuppern. Nach diesen 12 Wochen ging es dann endlich in die Planstelle- allerdings auch nicht für immer, nach knapp drei Monaten ging es mit den Grundlehrgängen weiter, für mich allerdings nur noch auf eines, danach kamen die Prüfungsvorbereitungsseminare und die Prüfung (hatte ich ja bereits und mußte das nicht noch mal machen), außerdem kam noch ein weiteres Seminar zur Zusatzqualifikation Bausparen und Investment. Nach dieser Ausbildung und bei bestandener Prüfung hat man den Titel Versicherungsfachmann/ Frau BWV. Momentan (2008) ist das Ausbildungssystem etwas verändert, nachdem das aber auf massive Kritik gestoßen ist, wird meiner Meinung nach aber das alte System in weiten Teilen wieder eingeführt...
Ohne diese fundierte Ausbildung hat man bei der Allianz keine Chance seine Karriere fortzuführen, danach bleibt dann nur noch der Strukturvertrieb...
Ich war ab 2005 als Kundenbetreuer in einer kleinen Agentur eingesetzt, dort war ich für die Akquisition, aber auch für Schadenaufnahme und alle anderen Belange der Kunde zuständig. Hierbei wurde ich immer durch das Führungspersonal der Allianz begleitet, Probleme wurden besprochen und Lösungsansätze wurden mir aufgezeigt. Während dieser Zeit hat die Allianz mir weitere Lehrgänge ermöglicht, ein solides Grundgehalt gezahlt und mit zusätzlichen Sozialleistungen nicht gegeizt. Leider hat es trotzdem nicht so recht geklappt, nach einem bärenstarken ersten Jahr, in dem ich mir einen Namen machen konnte, folgten zwei schwere, in denen mich echte Zukunftsängste quälten. Im Frühling 2007 war es dann auch soweit, mein Agenturleiter mußte sich von mir trennen, der Kundenstamm hat einfach nicht für zwei gereicht. Doch die Allianz hat mich aufgefangen, nach mehreren Planungsgesprächen kam die Gesellschaft mit dem Vorschlag auf mich zu, daß ich Bezirksleiter werden könnte- was in meinen Augen sogar ein Aufstieg ist, ich hätte aber auch in eine andere Agentur gehen können. Ich entschied mich aber für die Position als Bezirksleiter, was erst mal einen weiteren Pflichtlehrgang bedeutete. Mittlerweile bin ich recht erfolgreich, helfe neuen Kollegen und bin heil froh, das ich nicht bei einem Strukturvertrieb eingestiegen bin.
Doch eins muß jedem klar sein- Außendienst bedeutet Arbeit, Selbstdisziplin und natürlich auch den Willen zu verkaufen- wer das nicht will, sollte sich einen anderen Beruf aussuchen! Wer nichts leistet, fliegt auf kurz oder lang raus, Fleiß wird hier belohnt!
Übrigens, die Allianz ist vielseitig.
Im Außendienst gibt es verschiedene Positionen, sei es als Kundenbetreuer, als Bezirksleiter oder als selbstständiger Agenturinhaber- und von überall aus hat man die Möglichkeit, sich für weitere Positionen zu qualifizieren um in Führungspositionen oder in Spezialistenaufgaben zu wechseln.